Ihr Akzent ist gefärbt von freiwilligem und unfreiwilligem Kosmopolitentum. Noch keine vier Jahre alt floh sie mit ihren Eltern aus Rumänien. Ein Flüchtlingslager in Salzburg. Neue Heimat Quebec, im französischsprachigen Teil Kanadas. Mit 13 bekommt sie ein Stipendium für die Balletschule der Royal Academy in London - "meine wahre Liebe". Doch ein Unfall, bei dem sie sich das Knie bricht, beendet diesen Traum. Heute pendelt sie zwischen ihrer Wohnung im Pariser Marais-Viertel und der in SoHo.

Das ganze vergangene Jahr hat sie Liedtexte geschrieben. "Peter hat mir beigebracht, wie man ein Gedicht in Musik verwandelt", sagt sie und ihre Stimme wird spröde. Ihr Ex-Freund, den sie mit 15 kennen lernte, ist eher als "Pete" bekannt. Oder als der immer mal wieder Freund von Kate Moss. Oder als der wirklich talentierte Musiker mit genauso wirklichem Drogenproblem. Sie nennt ihn auch manchmal Mr. Doherty. Gemeinsam mit ihm hat sie für seine Band, die Babyshambles, die Lyrics zu "La Belle et la Bête" geschrieben, das Stück, in dem er mit Kate Moss singt.

Sie mag zu dieser Zeit nicht mehr viel sagen. "Gott, ich kann gar nicht ausdrücken, wie dankbar ich ihm bin, aber ich versuche, mich vorwärts zu bewegen", sagt sie. "Ein wunder Punkt", räumt sie ein, um dann schnell hinterherzuschieben, "wie wir ihn wohl alle in der Vergangenheit haben." Eins will sie klarstellen: "Ich bin nicht Schuld an der Auflösung der Libertines", der Vorgängerband der Babyshambles.
Und wo sie schon gerade beim Klarstellen ist: Sean Lennon sei weder ihr Freund, noch bekäme sie seine Zwillinge. Er sei einfach ein musikalisches Genie, ein seelenverwandter Partner. "Wir haben zu einer Zeit kennen gelernt, als ich mit Musik auf eine Art abgeschlossen hatte", erzählt sie. Sie glaubt an Schicksal. Und an die hypnotisierende Kraft von Worten. Deshalb müssen sie auch in ihrer Musik etwas bedeuten.

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