Kai Kühne
Kai Kühne wurde am 21. Oktober 1972 in Bremerhaven geboren. Nach einem Jahr Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hamburg, wechselte Kühne zur Akademie für Mode und Design. Während seines Studiums begann er als Model in New York zu arbeiten, wo er nebenbei die School of Visual Arts besuchte.
Im Herbst 1998 lernte Kai Kühne den Rest des späteren Quartetts As Four kennen. Gemeinsam präsentierte das Design-Kollektiv seine erste Kollektion für H/W 99/00 in New York. 2002 gewann das Label den Ecco Domani Designpreis. Im Frühjahr 2005 startete die Gruppe mit Accessoiredesignerin Kate Spade zusammen die Marke AsFourKateSpade. Wenig später trennte sich Kühne von As Four (jetzt Three As Four, Anmerk. d. Red.) und gründete zunächst das Label Myself, bevor er im Frühjahr 2008 das gleichnamige Designhaus Kai Kühne ins Leben rief.
Erfolgswelle
Sein Weg hat Kai Kühne in die internationale Modemetropole New York geführt. Das Interview mit einem der erfolgreichsten Modedesigner Deutschlands
Seine Entwürfe verbinden moderne Silhouetten mit klassischer Eleganz und sind besonders auf dem kommerziell-amerikanischen Markt sehr gefragt. In seiner Heimat jedoch gilt Kühne immer noch als Geheimtipp und ist nur Modebegeisterten ein Begriff.
In New York präsentierte Kai Kühne am 10. September seine F/S 09-Kollektion. Mit VANITYFAIR.DE sprach der Designer im Vorfeld über seine neue Mode, Stil-Ikonen und seine enge Verbundenheit zu Deutschland.
- VANITYFAIR.DE:
- Kurz vor der New York Fashion Week ging die Meldung raus, dass sich die Iconic Fashion Group an Ihrem Label beteiligt. Was erwarten Sie sich von der Zusammenarbeit?
- Kai Kühne:
- Die perfekte Erfüllung meiner Zukunftspläne für “Kai Kühne“.
- VANITYFAIR.DE:
- Sie sind mit Ihrem Label seit Saisons auf der New York Fashion Week etabliert, Ihre Entwürfe sind in den USA sehr gefragt – in Deutschland dagegen hält sich Ihre Bekanntheit noch in Grenzen. War der US-amerikanische Markt interessanter für Sie als der deutsche?
- Kai Kühne:
- Das würde ich so nicht sagen. Ich glaube, dass meine Entwürfe, meine Mode generell, auf verschiedenen Märkten erfolgreich sein werden. Im Besonderen in Deutschland, da ich meiner Heimat sehr verbunden bin. Ich habe noch einen Koffer in Bremerhaven, deswegen muss ich da auch noch mal wieder hin.
- VANITYFAIR.DE:
- Sie haben sich entschieden, auf der Berlin Fashion Week zu zeigen. Ein Vorstoß, nun auch den deutschen Markt zu erobern?
- Kai Kühne:
- Wie gesagt, ich liebe Deutschland und meine Wurzeln sind mir sehr bewusst. Ich glaube, meine Mode ist für den Markt mehr als perfekt geeignet: innerlich komplex, äußerlich minimalistisch. Der deutsche Markt ist nicht nur persönlich, sondern auch finanziell überaus attraktiv.






