1. Wenn Hilfiger Präsident wäre
  2. Hilfiger und Deutschland
  3. Ein amerikanischer Traum
  4. Vorbild Mick Jagger
  5. Hilfiger ist gleich Hip-Hop
  6. Streit mit Axl Rose
Früher wollte er wie ein Rockstar aussehen, spielte aber zu schlecht Gitarre. Also wurde Tommy Hilfiger eben Modedesigner.

Früher wollte er wie ein Rockstar aussehen, spielte aber zu schlecht Gitarre. Also wurde Tommy Hilfiger eben Modedesigner.

VANITY FAIR:
Die Quittung bekamen Sie im Jahr 2000: Das Wachstum brach von 40 auf 5 Prozent ein…
Tommy Hilfiger:
…und wir mussten uns neu erfinden. Weniger Ware ausliefern. Zurück zum klassischen Design, weniger Logos.
VANITY FAIR:
Sind die Logozeiten bei Hilfiger vorüber?
Tommy Hilfiger:
Das wird nie ganz der Fall sein. Allerdings druckt heute kaum noch jemand Logos quer über die ganze Brust.
VANITY FAIR:
Früher kleideten Sie David Bowie für Werbeflächen ein, heute buchen Sie kaum noch Celebritys, um die neuen Kollektionen zu bewerben.
Tommy Hilfiger:
Als ich anfing, Mode mit Hollywood und Musik zu verbinden, war das neu und spannend. Heute stattet jedes Label irgendwelche Bands aus, denen es vollkommen egal ist, wer ihnen was schickt. Mich langweilt das.
VANITY FAIR:
Haben Sie deshalb Axl Rose eins auf die Nase gegeben? Weil er Ihre T-Shirts nicht mochte?
Tommy Hilfiger:
Nein, der Kerl ist einfach ein unflätiger Rüpel, der sich nicht benehmen kann.
VANITY FAIR:
Wollen Sie uns erzählen, was 2006 im New Yorker Nachtklub Plumm passiert ist?
Tommy Hilfiger:
Rose war unausstehlich und sehr unhöflich. Er belästigte nicht nur meine Freundin und mich, sondern alle Gäste. Also ging ich zu ihm und bat ihn, sich wie ein Gentleman zu verhalten. Daraufhin setzte er zum Schlag an, ich wich ihm aus und landete den ersten Treffer. Mehr war nicht.

Jörg Rohleder/VANITY FAIR - 05. Januar 2009

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