- Die Entwicklung des Golf
- Innige Liebe zum Golf
- Rückkehr zu den Wurzeln
- Der neue Golf
- Der Designer im Interview
"Andere müssen auffallen, ein Golf nicht"M. Lichte, Designer des Golf 6
Rückkehr zu den Wurzeln
Der für das Exterior Design des Golf verantwortliche Marc Lichte gab der Karosserie des Golf 6 mit einer Reihe von Kanten Modernität ohne Effekthascherei. Bei VW spricht man dabei von „Purismus“ und „Rückkehr zu den Wurzeln“ – eine begrüßenswerte Gegenposition zu den zunehmend fratzenhaften Frontpartien und cartoonesken Details, die man sich bei der Konkurrenz von Peugeot, Ford und Opel dieser Tage so ausdenkt. So gut wie jedes Bauteil des neuen Golf wurde dabei neu gestaltet, lediglich das Dach vom Vorgänger übernommen. Und zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der Golf beim Neudesign nicht gewachsen, sondern sogar um ein paar Millimeter geschrumpft.
Solche Veränderungen lassen sich allerdings auch unter dem Begriff „Facelift“ ablegen – als leicht überarbeitete Version eines Modells, das aber strukturell das gleiche Auto bleibt. Auch in der Geschichte des Golf wurde immer wieder an Details geschraubt, ohne dass das Ergebnis als neue Baureihe verkauft wurde.
Dass der Golf 6 als neues Modell gehandelt wird, rechtfertigen allerdings sein neu gestaltetes Interieur und die überarbeitete Technik. Besonders das Fahrwerk profitierte hiervon. Der Wagen liegt butterweich auf der Straße, die Lenkung ist leichtgängig und präzise. Insbesondere das als Sonderausstattung erhältliche Doppelkupplungsgetriebe DSG macht Spaß: Die Wechsel in der Übersetzung sind beim Fahren so gut wie nicht zu spüren. Mit der 1,4-Liter-TSI-Version waren wir bei unserer Ausfahrt in Island schnell auf Reisegeschwindigkeit.





