Vermächtnis einer Legende
Viele haben's vergeblich versucht. Jetzt holt Filmboss Harvey Weinstein die Kultmarke der Siebziger zurück auf den Laufsteg
Halston war mehr als nur eine Marke. In den Hochzeiten des Labels Mitte der 70er-Jahre standen die Entwürfe von Roy Halston für den Glanz und Glamour des legendären Studio 54. Bianca Jagger, Liza Minelli und Anjelica Houston trugen seine schlicht geschnittenen und gleichzeitig mondänen Abendkleider. Der Designer selbst war Mitglied des Jetsets und fehlte auf keiner Party. Halston vereinte Mode, Kunst und Prominenz wie kein anderer Designer bis zu seinem Ende.
Weinstein hat die Katze im Sack gekauft. Seit Halstons unfreiwilligem Ausstieg 1984 scheint die Marke verhext zu sein. Joan Kaner, damalige Vizepräsidentin bei Neiman Marcus, sagte 1997 in einem Interview mit der "New York Times": "Halston war eine große Kraft in der amerikanischen Modeindustrie, die immer noch eine starke Anziehung ausübt." Mehrere namhafte Designer haben vergeblich versucht, Halston wieder zum Leben zu erwecken. Nur einer hat es bislang geschafft – und das war Halston selbst.
Am 4. Februar startet auf den Herbst- / Winter-Schauen 2008 in New York ein weiterer Versuch, die goldenen Zeiten der Disko-Ära wiederzubeleben. Hollywood-Produzent und Medienmogul Harvey Weinstein hat gemeinsam mit einer privaten Kapitalgesellschaft im März 2007 die Namensrechte an Halston erworben. An Bord seines Dreamteams sind Designer Marco Zanini, Kreativchefin und Jimmy Choo-Gründerin Tamara Mellon sowie Stylistin Rachel Zoe.






