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Schön wie die Oscar-Stars: Die Make-up-Artists Val Garland, Peter Philips und Gucci Westerman verraten ihre Styling-Geheimnisse
Val Garland
Val Garland ist nicht einfach nur ein Make-up-Artist. Um sich vom Heer der Pinselschwinger abzusetzen, trägt sie den Titel “Artistic Advisor“ – und das seit Neuestem ausschließlich für Yves Saint Laurent Beauté. Die Engländerin nimmt buchstäblich alles unter die Lupe. Sie prüft jedes Make-up mit einem Vergrößerungsglas, weshalb sie in der Branche als Virtuosin des perfekten Teints gilt. Bereits mit 20 Jahren führte Val einen Friseursalon in Sydney. Mitte der 90er kehrte sie nach London zurück und tauchte in die Modeszene ein. Dort schaffte sie durch die Zusammenarbeit mit dem Designer Alexander McQueen und dem Fotografen Nick Knight ihren endgültigen Durchbruch in der internationalen Fashion- und Beautywelt.
- VF:
- Yves Saint Laurent hat nicht nur mit dem Damensmoking Konventionen gebrochen – 1979 erschütterte er die Modewelt mit einem fuchsiafarbenen Lippenstift. Wie sieht Ihre Revolte aus?
- V.G.:
- Schwarz! Es ist neben leuchtendem Pink die ideale Farbe, um aufzufallen. Außerdem liebe ich es, den Fokus auf die Lippen zu setzen, dort lässt sich mit einer minimalen Veränderung ein maximaler Effekt erzielen. Diesen Herbst steht der Mund im Mittelpunkt – extrem sauber und auffällig geschminkt. Die Mode zeigt Selbstbewusstsein, warum also nicht auch das Make-up?
- VF:
- Also kein dezenter Nude-Look mehr?
- V.G.:
- Nein. Die hellen Farben wie Beige oder Rosé sind absolute Klassiker. Aber jetzt sollte man in punkto Make-up nicht schüchtern sein, sondern in Farbe schwelgen. Dazu gehört auch ein Schwarz auf den Lippen.
- VF:
- Ihre Kollegen erblassen vor Neid, wenn sie Ihre makellos grundierten Teints sehen. Wie kriegen Sie das hin?
- V.G.:
- Zuerst massiere ich eine halbe Stunde eine Creme oder Lotion in die Haut des Models ein. Dann folgt eine Foundation, die exakt dem individuellen Hautton angepasst ist. Für ein edles Finish wähle ich eine Nuance heller als den jeweiligen Hautton, für ein sexy Make-up eine Nuance dunkler.
- VF:
- Sie begannen Ihre Karriere als Friseurin. Welche Frisur passt zu jedem Make-up?
- V.G.:
- Ich liebe Pferdeschwänze. Dieser Look passt immer. Die sportliche Variante wird am Oberkopf gebunden, auf halber Höhe wirkt das Styling natürlich. Und wenn Sie die Haare am Hinterkopf antoupieren und den Pferdeschwanz tief im Nacken tragen, wirkt die Frisur sofort elegant.
- VF:
- Welches Styling finden Sie für heiße Strandtage am schönsten?
- V.G.:
- Ich mag schimmernde Bronzingpowder auf den Wangen, die für strahlende Haut sorgen. Und farbige Mascara in Petrol- oder Brauntönen.
- VF:
- Sie arbeiten eng mit den YSL-Laboren zusammen. Gibt es Beauty-Produkte, die noch erfunden werden müssten?
- V.G.:
- Großartig wäre ein rotierendes Mascarabürstchen. Oder eine Mascara, die mit ein, zwei Bürstenstrichen Wimpern zaubert, wie man sie nur mit Fake Lashes kreieren kann.
- VF:
- Und auf welchen Make-up-Trend hätten Sie gern verzichtet?
- V.G.:
- Bei hellen Lippen, die mit einem dunklen Konturenstift umrandet sind, bekomme ich beispielsweise Magenschmerzen. Genau wie übermalte Lippen. Sie vergrößern den Mund nicht, sondern sind eine schlimme Make-up-Sünde!






