Snoop Dogg

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Goldkettchen

Goldketten bei Männern sind so eine Frage. VANITY FAIR weiß, wann sie gehen und wann nicht

Das Problem

Die These, ein Mann dürfe keinen Schmuck tragen, ist unhaltbar. Schon deshalb, weil sich heute niemand mehr an diese überkommene Stilregel hält. In den Modestädten der Welt, sei es Tokio, Mailand oder New York, findet man kaum einen Mann, der nicht zumindest einen Ring oder ein Armband trägt. Sogar geschmackliche Grenzgänger wie Ohrstecker und Fußkettchen blitzen hier und dort auf – und eben die umstrittene Goldkette. Früher war sie das Lieblingsaccessoire des männlichen Jetsets, in den 80er-Jahren trug sie jedermann. Erst in den strengen 90ern wurde sie wie viel Amüsantes aus dem Jahrzehnt davor in die Schmuddelecke geräumt. Bis heute beschimpft man die Goldkette als "prollig“ – ein wenig konturscharfes und in vielerlei Hinsicht fragwürdiges Urteil. Die Wahrheit ist: Wer eine Kette trägt, demonstriert, dass er sich selbst liebt, dass er geliebt wird (sie ist eines der wenigen Accessoires, die im Bett gut aussehen) und dass er an etwas glaubt (zu jeder Religion gibt es den passenden Anhänger). Alles Eigenschaften, die einen Mann interessant machen.

Das geht

  • Mehrere Ketten kombinieren, offensiv einsetzen

Das nicht

  • Nur zu bestimmten Anlässen anlegen, billig wirkendes Material

Marco Rechenberg / VANITY FAIR - 01. August 2008

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