Die Töne zum Leben zu erwecken, das macht der schüchterne Südafrikaner am liebsten alleine:„Ich war schon immer ein Einzelgänger. Eine Band wäre nichts für mich, weil ich sehr genau weiß, welchen Sound ich will.“ Und der ist sehr vielseitig: Auf seinem Album „Charmed And Strange“, das ab dem 12. September in den Plattenläden steht, sind nicht nur poppige Einflüsse von Justin Timberlake, sondern auch ausgefallene Beats, wie man sie zum Beispiel von Radiohead kennt, zu hören. Dazu mischen sich eingängige Rhythmen, feiner Soul und zum Teil auch sehr tanzbare Reggae-Beats.
Mauerblümchen und Frauenschwarm
Genauso wandelbar wie seine Musik ist auch Yoav selbst. Live tritt der Wuschelkopf am liebsten im lässigen Shirt, mit weiter Jeans, barfuss und mit Brille auf. Im Video zu „Beautiful Lie“ erkennt man ihn kaum wieder: die Haare gestriegelt, Kontaktlinsen, ein enges Shirt, unter dem sich seine Brustmuskeln abzeichnen, ein dunkler Mantel und ein ausgesprochen selbstsicherer Ausdruck im Gesicht.
Wo ist der kleine Junge geblieben, der nach dem Konzert ein schüchternes „Dankeschön“ ins Mikro gehaucht hat und unsicher durch den Club geschlichen ist? Den hat Yoav wahrscheinlich immer im Gepäck, wenn er bei Sonnenuntergang einsam mit seiner Gitarre dem nächsten Gig entgegenfliegt…






