Kristoffer Ragnstam ist ein Solo-Künstler. Er hat schon immer alleine vor sich hingebrütet, und der Hype um skandinavische Indie-Bands hat ihn nie interessiert. "Niemand hat mich gepusht. Dahin, wo ich jetzt bin, habe ich es ganz alleine geschafft", sagt er. Über den Umweg nach Japan, wo er Soundtracks für Independent-Filme geschrieben hat, und Hamburg, wo er als Toningenieur arbeitete, landete er wieder in seiner Heimat. Die Auslandsaufenthalte haben seinen Blick auf Schweden verändert. "In Tokio bin ich mir vorgekommen wie ein Riese, und ich wurde nicht in einen Club gelassen, weil ich weiß bin", erzählt er, in Hamburg waren es die schwedischen Mädchen, die Kristoffer Ragnstam fehlten. Es ist eben nirgendwo so schön wie in der Heimat – jedenfalls ist er zurückgekehrt und lebt seitdem in Göteborg.
Es müssen die Kekse gewesen sein
Aus den unbeholfenen Versuchen eines Pubertierenden ist ein musikalisches Talent geworden, das sich in einer Mischung aus Moneybrother und Beck äußert. Es war bestimmt nicht nur die Dunkelheit, die Kristoffer Ragnstams Sound inspiriert hat, denn skandinavische Musiker schießen aus dem Boden wie die Pilze. Es müssen also die Kekse aus der Keksfabrik in Kulngäv gewesen sein. Und die schmecken übrigens ganz großartig – wer es wissen möchte, braucht einfach nur zu Ikea zu gehen. Vielleicht klappt es ja dann auch mit der Musik.






