Ich hasse den schwedischen WinterKristoffer Ragnstam
"Schlagzeug statt Kekse"
Die Heimat von Kristoffer Ragnstam riecht nach Süßigkeiten, er tanzt im Dunkeln, und seine Musik erobert gerade die Welt
Als Kristoffer Ragnstam 15 Jahre alt war, wollte er das, was die meisten Teenagerjungs wollen: endlich von den Mädchen wahrgenommen werden. Er wusste, dass es mit Rockmusik funktionieren würde. "Am Anfang hat es nicht so gut geklappt, aber da war meine Musik eben schlecht", gibt er zu. "Je besser ich spielen konnte, desto mehr haben mich die Mädchen beachtet." Inzwischen spielt er so gut, dass neben den Mädchen auch die Welt auf ihn aufmerksam geworden ist. Sein Debütalbum "Sweet Bills" steht ab 18. April in den Plattenläden.
Der Auslöser seiner Liebe zur Musik war die Plattensammlung seiner Eltern: "Da sie geschieden sind, standen mir gleich zwei Kollektionen zur Verfügung. Am liebsten mochte ich eine schwedische Sängerin namens Carola", erzählt Kristoffer Ragnstam. Sein Vater war allerdings anderer Meinung, was die musikalischen Qualitäten jener Carola anging – genauer gesagt: Er hasste diese Frau. Weil aus seinem Bub was werden sollte, drängte Herr Ragnstam diesem in seiner Hilflosigkeit 60er-Jahre-Platten von Bands wie Queen oder Jimi Hendrix auf. Jener väterliche Verzweiflungsakt war das Beste, was Kristoffer Ragnstam passieren konnte, denn Jimi und Freddie brachten ihn auf die Idee, an der eigenen Rockstarkarriere zu basteln. "Ich bat meine Mutter darum, mir ein Schlagzeug zu kaufen", erzählt der Schwede. "Ihre Bedingung war, dass ich ein ganzes Jahr lang keine Süßigkeiten essen dürfe." Von da an habe er nicht nur ein gesünderes, sondern auch ein glücklicheres Leben geführt – als Musiker. .






