Axl Rose sieht auch heute nicht so aus, als würde er bald mit dem Rocken aufhören

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Die guten alten Zeiten: Guns N'Roses in der ursprünglichen Besetzung. Von links: Duff McKagan, Slash, Axl Rose, Steven Adler und Izzy Stradlin

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Sex, Drugs & Stillstand

Axl Rose feilt seit Jahren an "Chinese Democracy“. Die erste Single erscheint bald in einem Computerspiel. Was die Endlosproduktion eines Albums über die Veränderung der Musikindustrie verrät

Vor ziemlich genau zehn Jahren sprach Axl Rose zum ersten Mal die Worte "Chinese Democracy“ aus, den Titel jenes Albums, das er mit seiner Band Guns N’Roses kurz darauf veröffentlichen wollte. Passiert ist das bis heute nicht. Doch es gibt Neuigkeiten: Wie auf ihrer Homepage angekündigt, publizieren Guns N’Roses im September in den USA die erste Single-Auskopplung "Shackler’s Revenge“ aus "Chinese Democracy" – auf dem Computerspiel "Rock Band 2“. Es ist der letzte Versuch, auf dem gegenwärtigen Musikmarkt zu bestehen.

"It’s been 14 years of silence, it’s been 14 years of pain"

Bereits 1994 hatten Guns N’Roses mit den Aufnahmen für "Chinese Democracy“ begonnen. Niemand konnte zu jener Zeit ahnen, wie die Geschichte enden würde – auch nicht das damalige Bandmitglied Izzy Stradlin. "It’s been 14 years of silence, it’s been 14 years of pain“ sang Stradlin 1992, und beschrieb damit ohne sein Wissen die qualvolle Produktion von "Chinese Democracy“. Was im Jahr 2008 von der Idee des Hit-Albums übrig geblieben ist: Eine Band, deren Ursprung einzig noch am Namen und einem letzten Mitglied aus den alten, glorreichen Zeiten erkennbar ist. Mehr als 13 Millionen Dollar Kosten für die Produktion eines Albums, das immer noch nicht veröffentlicht worden ist. Und neun Songs, die kürzlich in einem amerikanischen Blog als angebliche Playlist von "Chinese Democracy“ zum Download bereitgestellt wurden. Aber zurück zum Beginn der unendlichen Geschichte.

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