Axl Rose sieht auch heute nicht so aus, als würde er bald mit dem Rocken aufhören

Axl Rose sieht auch heute nicht so aus, als würde er bald mit dem Rocken aufhören

Die guten alten Zeiten: Guns N'Roses in der ursprünglichen Besetzung. Von links: Duff McKagan, Slash, Axl Rose, Steven Adler und Izzy Stradlin

Die guten alten Zeiten: Guns N'Roses in der ursprünglichen Besetzung. Von links: Duff McKagan, Slash, Axl Rose, Steven Adler und Izzy Stradlin

"Yesterday, there was so many things I was never told"

Nach einer zweieinhalb Jahre andauernden Welttournee befand sich die Hardrock-Kombo Guns N’Roses zu Beginn der 90er auf ihrem Höhepunkt. Die Stimmung innerhalb der Band hingegen hatte ihren absoluten Tiefpunkt erreicht. “An irgendeinem Punkt [...] habe ich Axl einfach verloren“, zitiert der Musikjournalist Mick Wall in seiner unautorisierten Biografie "W. Axl Rose“ den Bassisten Slash – welcher zu jener Zeit sein Gesicht stets hinter seiner opulenten Haarmähne versteckte und nie ohne eine Flasche Jack Daniel’s gesehen ward. "Alles ist irgendwie...außer Kontrolle geraten.“ 1996 verließ Slash die Band, weil er mit der herrischen Art des Frontmannes Axl Rose nicht mehr klar kam. “Ich bin Guns N’Roses – ich brauche Slash nicht“, reagierte dieser trotzig. Nicht viel später sagte auch der Rest der Band Adieu.

Axl Rose hingegen feilte weiter an seinem Plan: "Ich versuche, etwas Neues zu schaffen“. "Chinese Democracy“ sollte alle Erwartungen der Fans übertreffen. Also verschanzte sich der manisch-depressive Musiker in seinem Domizil in Malibu, kaufte sich hier und da einen neuen Computer und wurde immer mehr zum Eigenbrötler. Im Januar 2003 berichteten die Medien, Axl Rose wolle sich selbst in eine psychiatrische Klinik einweisen, da er "gegen innere Dämonen“ kämpfe. Doch auch von Seiten der Plattenfirma wurde der Druck immer größer. Nach unzähligen Vertröstungen und nicht eingehaltenen Deadlines teilte man ihm mit, er müsse von nun an selbst für seine neu zusammengestellte Band sowie das zur Utopie gewordene Album „Chinese Democracy“ aufkommen. "Axl arbeitet in einer anderen Zeitzone als ich es tue“, kommentierte sein ehemaliger Kollege Slash die Situation, wie Mick Wall schrieb. So könnte man es auch ausdrücken.

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