Flugzeuge fliegen nicht mit HolzvergaserAndreas Eschbach
- VANITYFAIR.DE
- Die Japaner planen, Sonnenenergie direkt im Weltall einzufangen, so wie Sie es in Ihrem Roman "Solarstation" beschrieben haben.
- Andreas Eschbach
- lar, im Weltall gibt es unvorstellbare Mengen an Energie. Aber selbst wenn man eine solche Station baut, was schon so irrsinnig teuer wäre, dass ich nicht daran glaube, hat man das Problem, die Energie auf die Erde zu transportieren. Und wenn das gelöst ist, wenn man es also schafft, die Strahlung zu bündeln und in ein Empfängermedium zu leiten, ist noch nichts darüber gesagt, welchen Einfluss das auf die Atmosphäre hat, die Wolkenbildung, das Klima.
- VANITYFAIR.DE
- Das alles klingt nicht so, als würde rechtzeitig ein Ersatz fürs Öl gefunden werden.
- Andreas Eschbach
- Ob Wüste oder Weltall – da muss was gefunden werden. Das muss man doch für möglich halten können.
- VANITYFAIR.DE
- Linke Kritiker haben "Ausgebrannt" als grüne Utopie gefeiert: Das Leben könnte ja auch schön sein, wenn es ein wenig einfacher wäre, das Haus ein wenig kleiner und auch das Auto.
- Andreas Eschbach
- Ich wäre froh, ich brauchte überhaupt kein Auto. Ich fliege auch nicht gern, das ist eine ganz würdelose Art der Fortbewegung. Man wartet nur, um fortgekarrt zu werden, im Zweifelsfall ist man ein Terrorist
- VANITYFAIR.DE
- Diese Probleme werden Sie ja nun bald nicht mehr haben – weil der Treibstoff fehlt.
- Andreas Eschbach
- Na, es gibt sicher alle möglichen Wege, um ein Auto anzutreiben. Aber mit dem Fliegen werden wir definitiv ein Problem kriegen. Ein Flugzeug können Sie nicht mit Brennstoffzellen fliegen lassen und mit dem Holzvergaser auch nicht.
- VANITYFAIR.DE
- Sie haben einmal geschrieben, es gebe für alle Probleme eine Lösung. Die Frage ist nur, ob uns die Lösungen gefallen.
- Andreas Eschbach
- Wenn wir das Problem nicht lösen, löst es sich selbst – denn natürlich gibt es noch eine ganz andere Alternative: dass wir aussterben.
- VANITYFAIR.DE
- Wieso gleich aussterben? Man würde ins vorindustrielle Zeitalter zurückfallen, ins Rokoko. Da könnte man sich doch einrichten.
- Andreas Eschbach
- Das Problem ist, dass es heute ungefähr sechsmal so viele Menschen gibt wie im Rokoko. Dahin zurückzugehen hieße: ein Massensterben, wie es noch keines gegeben hat in der Menschheitsgeschichte.






