Produktdesignerin Julia Lohmann mit einem ihrer Werke

Produktdesignerin Julia Lohmann mit einem ihrer Werke

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Mit welchem Projekt sind Sie bei der Art Basel vertreten?
Julia Lohmann
Unsere Aufgabe war es, etwas aus Beton und Wolle zu schaffen. Ich habe versucht, den Beton in eine möglichst zweidimensionale Form zu gießen, um ihn danach in einen metallverstärkten Hintergrund aus Wolle zu drücken. Das Ziel war, eine zweidimensionale Fläche aus drei verschiedenen Materialien zu schaffen und diese dann zu brechen. Ich biege das Metallgerüst, der Beton bricht in viele kleine Stücke, wird aber von der Wolle festgehalten. Die Idee, die dahinter steckt, ist folgende: Brechen ist normalerweise ein Teil von Destruktion. Ich wollte, dass es Teil der Konstruktion wird. Am Ende soll ein Tisch entstehen.
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Sie haben bereits mit Ihrer Abschlussarbeit einen Preis gewonnen. Welche Bedeutung haben Auszeichnungen für Sie?
Julia Lohmann
Das kommt ganz auf die Auszeichnung an und was mit ihr verbunden ist. "Designer of the Future" ist interessant, weil die Art Basel eine sehr wichtige Messe ist.
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Zu Beginn Ihrer Karriere haben Sie funktionale Produkte entwickelt, jetzt dreht sich ihre Arbeit mehr um künstlerische Designs. Wie kommt diese Entwicklung?
Julia Lohmann
Als ich den PET-Flaschenträger und den Mülleimer entworfen habe, habe ich Grafikdesign studiert. Für einen Wettbewerb vom Designers & Art Directors Club London habe ich meinen Professor gefragt, ob ich in der Kategorie Produktdesign mitmachen dürfte. Ich denke, es kommt nicht auf die Disziplin an, sondern auf die Denkweise. Dabei ist es gleichgültig, ob es etwas Industrielles oder Künstlerisches ist, das man schafft. Wenn es gelingt, das Projekt konzeptionell durchzudenken, so dass es in sich schlüssig ist, dann funktioniert es.
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Sie sagten in einem Interview, Sie wollen unnützen Dingen einen Nutzen geben. Welche Idee steckt dahinter? Nachhaltigkeit?
Julia Lohmann
Ja. Ich mache mir viele Gedanken, was wir tun können, um das Ruder noch herumzureißen und Dinge nachhaltiger zu nutzen. Momentan arbeite ich mit Seetang. Ich glaube, es könnte ein tolles neues Material werden.

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