Ach, Uma!
In „Zufällig verheiratet“ spielt Uma Thurman eine Paartherapeutin. Ausgerechnet sie! Schließlich hatte die Amerikanerin in der Liebe bisher wenig Glück
Falls eine Verlobung das Vorwort zur Ehe ist, dann muss die von Uma Thurman und Arpad Busson ein großer Liebesroman werden. Gleich dreimal haben der Filmstar und der Finanzier sie gefeiert: in New York, in St. Tropez und, Anfang Juli, in London mit einem Event, zu dem alle Größen der britischen Gesellschaft in Bussons Stadtvilla in Kensington eingeladen wurden: Elton John mit David Furnish, Claudia Schiffer mit Matthew Vaughn, Sting mit Trudie Styler. Damien Hirst hielt Hof, und Stella McCartney plauderte im Garten mit Liz Hurley. Es gab italienische Häppchen und gekühlten Champagner. Es war ein großer, glamouröser, hochglänzender Abend – eben so, wie man sich ein Verlobungsfest von zwei Menschen vorstellt, die auf einer Party von Donatella Versace verkuppelt wurden. Und im Mittelpunkt stand Uma Thurman – in einem bodenlangen weißen Kleid und mit einem Klunker an der Hand, mit dem sie durch keinen Jackenärmel mehr gepasst hätte.
„Es geht mir wunderbar“, sagte sie nach dem Abend, der wie ein Schlussstrich unter vier miese Jahre war, in denen sie die Scheidung von Ethan Hawke durchmachte, eine instabile Beziehung zu dem Hotelier André Balazs hatte und ein Verfahren gegen einen Stalker durchstand, das gerade mit dessen Verurteilung endete. Aber das ist vorbei, vergessen. „Wie immer, wenn ich nach London gekommen bin, hat sich mein Leben verändert.“
Zum ersten Mal kam Uma Thurman vor 20 Jahren nach London. Da hatte sie gerade ihre zwei ersten Filme abgedreht. In „Baron von Münchhausen“ stieg sie als Venus aus der Muschel, in „Gefährliche Liebschaften“ ließ sie sich von John Malkovich ausziehen. Toll fanden das vor allem die Männer. Sie wirkte so geheimnisvoll mit ihren halb geschlossenen Augen, dem aufgeworfenen Mund. Und erst ihre unmöglich langen Beine!






