1. Kein Fan von Remakes
  2. Außerirdische Wesen
  3. Schlittschuhschleifer und Gärtner
  4. Midlife-Crisis mit 40
Mit 40 hat sich Keanu Reeves zur Kompensation seines Alters einen Ferrari bestellt

Mit 40 hat sich Keanu Reeves zur Kompensation seines Alters einen Ferrari bestellt

"Der Tag, an dem die Erde stillstand": Keanu Reeves als Außerirdischer, Jennifer Connelly als Dr. Helen Benson

Die ziemlich rücksichtslose Art, wie wir alle leben, hat ja mittlerweile fast katastrophale Dimensionen angenommen.

"Motorräder und Rock-Musik"

Keanu Reeves kommt zurück ins Kino - mit einem Science-Fiction-Film. Mit uns sprach er über exzessive Hobbys und Midlife Crisis

In dem Remake des Science-Fiction-Klassikers „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ (ab 11.12. im Kino) spielt Keanu Reeves – sehr unterkühlt – den Alien Klaatu, der die Erde vor der totalen Vernichtung rettet. Im richtigen Leben ist der 44-jährige Hollywoodstar mit dem Sieben-Tage-Bart freundlich und überraschend gut aufgelegt.

VANITYFAIR.DE:
Mr. Reeves, wie kommt es, dass Sie so gut drauf sind? In früheren Interviews waren Sie oft sehr düster und verschlossen.
Keanu Reeves:
(Lacht) Ach, wirklich? Das ist mir gar nicht bewusst. Wahrscheinlich liegt das an der Tagesform. Heute fühle ich mich jedenfalls sehr entspannt. Ich hatte gerade einen etwas längeren, sehr schönen Urlaub. Und ich habe einen tollen Film am Start. Kein Grund also, um Trübsal zu blasen.
VANITYFAIR.DE:
Sie mussten allerdings erst dazu überredet werden „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ zu machen. Warum?
Keanu Reeves:
Ich finde das Original von Robert Wise aus dem Jahr 1951 so gut, dass ich zunächst nicht eingesehen habe, warum man diesen Filmklassiker noch einmal neu auflegen wollte. Ich bin nämlich überhaupt kein Fan von Remakes. Allerdings hat man mich dann schnell davon überzeugt, dass unser Film das Thema auf eine sehr moderne Weise behandeln würde. Und ich wurde nicht enttäuscht.
VANITYFAIR.DE:
Und Klaatus Warnung, endlich damit aufzuhören sich gegenseitig umzubringen…
Keanu Reeves:
…hat ja leider noch nichts an Gültigkeit verloren. Die ziemlich rücksichtslose Art, wie wir alle leben, hat ja mittlerweile fast katastrophale Dimensionen angenommen. Gerade auch im Bereich Umweltzerstörung. Es scheint mir tatsächlich immer unausweichlicher, dass wir eines nicht mehr allzu fernen Tages alle die Zeche dafür bezahlen müssen.
VANITYFAIR.DE:
„Nichts auf der Erde verschwindet wirklich. Alles unterliegt nur einer Verwandlung“, lautet ein anderes Statement des Films. Wie stehen Sie persönlich zu so einer Behauptung?
Keanu Reeves:
Schwierig, darauf gültig zu antworten. Es ist wohl letztlich eine Glaubensfrage. Seit ich vor 15 Jahren in Bertoluccis Film „Little Buddha“ Siddhartha gespielt habe, der ja dann bekanntlich Buddha wurde, interessiere ich mich sehr für den Buddhismus. Und somit für den unendlichen Kreislauf des Lebens. Aber letztlich muss sich jeder selbst darüber Klarheit verschaffen, was er glaubt und was nicht.

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