„In die Latina-Ecke gedrängt“
Jessica Albas Film "Der Love Guru" läuft an. Ein Gespräch über Rassen-Klischees und Schönheitsideale. Kinokarten zu gewinnen!
Jessica Albas Leben hat sich im letzten halben Jahr grundlegend verändert: Sie hat geheiratet, ein Kind bekommen und sich in Beverly Hills ein Vier-Millionen-Dollar-Zuhause gekauft. Zum Glück hatte sie zuvor ihren neuen Film – die Mike Myers-Komödie „Der Love Guru“ (Kinostart: 2.10.) –- schon abgedreht. „Das wäre mir sonst etwas zu viel geworden. Obwohl ich sagen muss, dass die Dreharbeiten mit Mike Myers zu den schönsten Erfahrungen gehören, die ich bisher bei der Arbeit gemacht habe", sagt sie.
- VANITYFAIR.DE:
- Was mögen Sie an Mike Myers‘ Humor am meisten?
- Jessica Alba:
- Neben Mikes überbordender Fantasie und seiner genialen Komik mag ich ganz besonders, dass alle seine Figuren – und seien sie auch noch so verrückt – immer Herz und Seele haben. Also nie so total abgedriftet sind, dass man keinen Bezug mehr zu ihnen haben kann. Das ist etwas ganz Besonderes.
- VANITYFAIR.DE:
- Mike Myers sagte einmal, dass ein Komiker der Architekt seiner eigenen Peinlichkeiten sei. Können Sie damit etwas anfangen?
- Jessica Alba:
- Absolut. Ich finde, das ist eine tolle Definition. Und ich kann sie sogar auf mich anwenden. Als Schauspielerin habe ich mich auch schon das ein oder andere Mal in dieser sehr entwürdigenden Situation befunden.
- VANITYFAIR.DE:
- Wie meinen Sie das genau?
- Jessica Alba:
- Als Schauspieler ist man ja immer mit allem was man hat – also Leib und Seele – auf dem Präsentierteller. Da kann man leicht „missbraucht“ werden, wenn mit einem nicht sorgfältig umgegangen wird. Ich will jetzt nicht darüber jammern – keiner hat mich dazu gezwungen, im Spotlight zu stehen –, aber es tut einfach gut, wenn man es mit Menschen zu tun hat, denen es mehr um Qualität geht als um Quantität.
- VANITYFAIR.DE:
- Und Mike Myers ist so ein Mensch?
- Jessica Alba:
- Auf jeden Fall. Er ist nicht nur ein sehr guter Regisseur, er passt sogar noch sehr auf einen auf. Das gibt viel Sicherheit und beflügelt ungemein. Und natürlich hatten wir alle auch sehr viel zu lachen. Manchmal fiel es mir schon schwer, ernst zu bleiben, als die Kamera lief. Die Arbeit mit Mike hat mir wieder gezeigt, warum ich eigentlich Schauspielerin werden wollte: Weil ich außergewöhnliche Sachen vor der Kamera machen und dabei jede Menge Spaß haben wollte.






