- VF:
- Sie haben sich nie ein Zeitlimit gesetzt - so nach dem Motto: wenn es mit 30 nicht klappt, werde ich Taxifahrer?
- MF:
- Nein, aber es war kurz vor Torschluss, als ich endlich meinen Durchbruch hatte. Meine Freunde und meine Familie haben mir eines Tages die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: „Wir unterstützen dich nicht mehr finanziell!“ Und meine Mutter meinte: „Du wirst jetzt 30. Und hast noch nie etwas geleistet, noch nie wirklich Geld verdient. Das geht jetzt einfach nicht mehr so weiter.“ Das hat mich damals, ehrlich gesagt, an den Rand der Verzweiflung gebracht.
- VF:
- Und dann kam der Durchbruch mit dem Psychodrama „Everything Put Together“, der beim Filmfest von Sundance für Furore sorgte.
- MF:
- Er wurde überraschenderweise sehr gut aufgenommen und das führ-te dann dazu, dass ich bei „Monster‘s Ball“ Regie führen durf-te. Dafür gab es 33.000 Dollar. Und dann habe ich noch 20.000 Dollar Preisgeld von Sundance bekommen. Plötzlich hatte ich also 53.000 Dollar und konnte erst einmal durchatmen.
- VF:
- Gibt es nichts, was Sie bei Ihrem künstlerischen Werdegang be-dauern?
- MF:
- Sie werden lachen: Ich hätte es sehr bedauert, wenn ich den Bond-Film nicht gemacht hätte. Ich habe einmal gelesen, dass der von mir sehr verehrte Orson Welles es sehr bedauert hat, nie einen wirklich kommerziellen Film gemacht zu haben. Diese Schmach ist mir also erspart geblieben.
- VF:
- Werden Sie auch beim nächsten Bond Regie führen?
- MF:
- Man hat es mir angeboten. Ich habe abgelehnt.






