Digitales Teufelszeug
Der Regisseur sucht den Schulterschluss mit der Computerspielindustrie
„Good neverlooked so bad“, heißt es im Trailer zum Kinofilm „Hellboy – Die goldene Armee“ von Guillermo del Toro, der am 16. Oktober in Deutschland startet. Der Satz ist zwar gemünzt auf die titelgebende Höllenausgeburt Hellboy, die der Menschheit im Kampf gegen das Böse beispringt, ist aber zugleich wie gemacht für die soeben eröffnete siebte Games Convention in Leipzig, wo del Toro über Teil zwei seines von einem Comic inspirierten Films sprechen wird.
„Spiele- und Filmwelten“, sagt der Regisseur, „befruchten sich gegenseitig sehr stark. Das ist keineswegs mehr eine Einbahnstraße. Deswegen suche ich den direkten Austausch mit der Gamesbranche.“ In der Tat: Filme wie „Resident Evil“ und „300“ borgen sich ihre Ästhetik aus dem Gameskosmos, umgekehrt spinnen Computerspiele Kinohits wie „Spider-Man“ und „Star Wars“ weiter. Der Filmbranche bleibt allerdings angesichts der höllisch gut aussehenden Konkurrenz die Spucke weg.
Während 2007 die Verkaufszahlen von Kinokarten hierzulande einen Tiefststand erreichten, konnte die Gamesbranche ihren Umsatz um 21 Prozent steigern. Guillermo del Toro dreht nun den Spieß um. Er nutzt die Veranstaltung in Leipzig, um seinen Film termingerecht zu bewerben: Im September erscheint in Deutschland auch das Game mit der Hauptfigur Hellboy „The Science of Evil“.







