The Milk Of Sorrow

Wir sehen für Sie die Berlinale-Filme. Diesmal: "The Milk of Sorrow", "Home from Home", "Treeless Mountain" & "At Stake"

Der peruanische Film "The Milk of Sorrow" beginnt mit einem eindringlichen Bild: Faustas Mutter liegt auf dem Sterbebett und singt ihrer Tochter von der erlittenen Vergewaltigung und der Ermordung des Vaters vor. Fausta (Magaly Solier), mit der die Mutter zu jener Zeit schwanger war, ist die Personifikation des Bürgerkriegstraumas, an dem Peru bis heute leidet: eine verletzte, in sich zurückgezogene Frau, die sich nur langsam der Welt und dem Leben zu öffnen vermag.

Intensiv und gut komponiert

"The Milk of Sorrow" ist ein langsamer, ästhetisch karger Film nicht ohne Längen, in dem freudlose Hochzeitsszenen und trockenes Bergland den Hintergrund für Faustas Schmerz bilden.

Hat Tilda Swinton als Juryvorsitzende das immer wiederkehrende Thema ihrer eigenen Filme, die weibliche Identitätssuche, wiedererkannt? Ganz gleich, denn obwohl in diesem Jahr auch andere Filme ("The Messenger", "Storm" und "London River") in Preisverdacht gerieten: Claudia Llosas Wettbewerbsbeitrag ist intensiv, gut komponiert und wird dem Publikum noch lange im Gedächtnis bleiben.

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