Veränderungen durch Schocks: Darum geht es in

Veränderungen durch Schocks: Darum geht es in "The Shock Doctrine"

Elektrofolter & Krieg

Wir sehen für Sie die Berlinale-Filme. Diesmal: "The Shock Doctrine" von Regisseur Michael Winterbottom

Michael Winterbottom gehört nicht nur zu den wichtigsten britischen Regisseuren der Gegenwart, er hat auch schon zwei Berlinale-Bären (2003 und 2006) mit politischen Filmen abgeräumt. Seine dokumentarische Umsetzung von Naomi Kleins bekanntem Buch "The Shock Doctrine" wird von vielen politisch interessierten Zuschauern gespannt erwartet.

Veränderungen durch Schocks

Die These des Buchs und des Films in Kürze: die radikalen ökonomischen Theorien von Milton Friedman und der Chicago School of Economics, die sich gegen jede Form der Regulierung der Finanzmärkte wenden, und die Privatisierung von Bildung, Gesundheitsfürsorge und Infrastruktur fordern, sind bis heute weltweit auf dem Vormarsch und letztlich verantwortlich für die Weltwirtschaftskrise, die wir gegenwärtig erleben. Am Beispiel von Chile, Russland und Großbritannien wird illustriert, dass diese Veränderungen nur gegen den heftigen Widerstand der Bevölkerung durchgesetzt werden konnten. Die Veränderungen vollzogen sich dabei nicht allmählich, durch demokratische Wahlen, sondern im Allgemeinen durch Schocks, die durch Naturkatastrophen, Kriege oder Attentate ausgelöst wurden.

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