Horst Mahler: Lesen Sie das Interview von Michel Friedman mit Deutschlands Nazi-Chef

Horst Mahler: Lesen Sie das Interview von Michel Friedman mit Deutschlands Nazi-Chef

M. F.
Und sind Sie der Meinung, dass das, was momentan durch dieses Bomben stattfindet, dieses Ziel, das Sie beschreiben, näherbringt, nämlich dass man sich davon befreien kann?
H.M.
Da habe ich Zweifel.
M. F.
Aber wenn Sie keine Zweifel hätten, würden Sie sagen: "Mehr davon"?
H.M.
Das habe ich doch schon gesagt. Wenn ich der Überzeugung wäre, dass es notwendig ist, würde ich nicht sagen weniger, sondern mehr.
M. F.
Okay. Sind Sie... Sie müssten doch eigentlich glücklich sein, dass es den Staat Israel gibt. Da sind schon mal X Juden geparkt, die sind da weg, raus aus Europa. Sie müssten doch eigentlich ein Kämpfer für den Staat Israel sein, oder?
H.M.
Soll ich es noch mal sagen? Ich teile die Weltgeschichte nicht danach ein, ob ich es für beglückend oder wünschenswert halte, sondern ich sehe, wie sie ist, und versuche, die Vernunft in dieser Entwicklung zu begreifen. Israel ist da, ist ein Fremdkörper in dieser Region und ist praktisch ein Faktor, der jetzt zu einem neuen Weltkrieg führt. Und insofern sage ich, dieser Weltkrieg wird kommen und ...
M. F.
Oder man zerstört Israel.
H.M.
Nee, nee, das wird das Resultat sein. Erst kommt der Krieg und dann die Zerstörung.
M. F.
Sind Sie für eine Auflösung des Staates Israel?
H.M.
Na, selbstverständlich, aber das heißt nicht, dass alle Juden da verschwinden müssen, sondern der Staat als Staat Israel, der wird verschwinden. Das ist eine klar sich abzeichnende Entwicklung. Das wissen Sie als jüdischer Funktionär sehr gut.
M. F.
Ach, ich habe Ihnen gesagt, ich weiß ...
H.M.
Ja, ja, gut.
M. F.
Ich bin doch nicht berufen, Herr Mahler.
H.M.
(lacht) Vielleicht doch. Aber in einer bestimmten Weise.
M. F.
Ich bin doch nicht berufen, hatte nicht zehn Jahre Knast, um Hegel zu lesen.
H.M.
Wissen Sie, Sie sind berufen. Ich habe immer gesagt: Wir brauchen den Friedman. Nicht? Und: Hände weg von Friedman.
M. F.
Ja, na dafür haben sich aber viele Nazihände an mir schmutzig gemacht.
H.M.
Wir brauchen doch Antipoden. Ja, gut. (lacht)
M. F.
Was ist denn Ihr Instrument, um sich gegen Ihre Ängste, dass das Judentum die Welt beherrscht, zu wehren? Außer dass Sie hundertseitige Pamphlete schreiben ...
H.M.
Sehen Sie, das ist für mich keine Angst ...

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