- M.F.
- Führen Sie seinen Kampf weiter?
- H.M.
- Er hat in diesem Sinne nicht gekämpft. Er hat als Zahnarzt gewirkt und seine Pflicht getan. Und für mich ist natürlich dieses Ereignis ein Moment, über das reine berufliche Tätigsein hinauszugehen und für das zu kämpfen, wofür er auch gelebt hat, was ihn erfüllt hat – und vor allem gegen die maßlose Dämonisierung dieser Zeit und die Lügen, die man über uns kübelweise ausgeschüttet hat.
- M.F.
- Hat Hitler den Krieg begonnen?
- H.M.
- Nein, er ist ihm aufgezwungen worden. Regelrecht und systematisch.
- M.F.
- Aufgezwungen mag sein, aber begonnen hat er ihn, oder nicht? Also mit "aufgezwungen" sagen Sie, wie es dazu kam, dass er den Krieg begonnen hat. Aber hat er den Krieg begonnen?
- H.M.
- Wissen Sie, der Krieg als Scheißkrieg hat begonnen mit den Massakern an Deutschen in Polen. Und das konnte kein Führer des Deutschen Reichs tatenlos mit ansehen. Und wenn er dann die völkerrechtlich gebotenen und erlaubten Mittel einsetzt, um dem Treiben ein Ende zu setzen, dann hat er legitim gehandelt. Aber diese Massaker waren ein Teil der Strategie Roosevelts und der Leute, die hinter ihm standen. Das waren jüdische, nicht nur Ratgeber, sondern Machthaber. Dann hatten sie den Krieg, den sie dem Deutschen Reich aufzwingen wollten, um diese Strahlkraft des Deutschen Reiches in den rauchenden Trümmern des Krieges zu verdunkeln. Das ist die Situation.
- M.F.
- Aber Hitler hat doch auf jeden Fall den Krieg verloren.
- H.M.
- Das Deutsche Reich hat den Krieg militärisch verloren, und das ist die Voraussetzung dafür, dass der deutsche Volksgeist siegen wird. So wie es Nachum Goldmann 1915/16 vorausgesagt hat. Genau das wird eintreten.
- M.F.
- Hat Hitler den Krieg verloren?
- H.M.
- Nein, Hitler hat ihn nicht verloren, das Deutsche Reich ist zusammengeschlagen worden.
- M.F.
- Aber … (lacht) Entschuldigung …
- H.M.
- Was?
- M.F.
- ... ich meine, Sie sind doch Jurist, auch wenn Sie nicht mehr... Hat Hitler den Krieg verloren?
- H.M.
- Aber Herr Friedman, wenn Worte einen Sinn haben, habe ich die Frage klar beantwortet. Deutschland ist wehrunfähig gemacht worden, und da kann man sagen ...
- M.F.
- Das nennt man "den Krieg verlieren".
- H.M.
- Ja, sicher, das ist ein Krieg, der in dieser Phase, der militärischen Auseinandersetzung vom Deutschen Reich, verloren wurde. Und ich sage Ihnen, das ist die Voraussetzung dafür, dass der Deutsche Volksgeist letztlich über den jüdischen Volksgeist siegen wird. Das ist so unvermeidlich, das ist göttliches Geschehen. Gott ist unsterblich.
- M.F.
- Das ist göttlich?
- H.M.
- Ja, das ist göttlich.
- M.F.
- Sind Sie ein Beauftragter Gottes?
- H.M.
- Ich bin in diesem Sinne in Gott, er wirkt durch die Menschen, also auch durch mich und ist da in der Welt.
- M.F.
- Sind Sie auserwählt von Gott, die Judenfrage zu klären?
- H.M.
- Ich will Ihnen mal eins sagen ...
- M.F.
- Sie wollen konkrete Fragen, Sie bekommen sie.
- H.M.
- So wie ich mich mit dieser Frage in meinem ganzen Leben jetzt auseinandersetze, sage ich: Ich bin berufen, mich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Ich bin deshalb nicht auserwählt.
- M.F.
- Ja, aber berufen sind ja nicht viele.
- H.M.
- Ja, das ist ja der Punkt, nicht wahr? Viele sind berufen, wenige sind auserwählt. Das ist die Bibel.
- M.F.
- Ja, aber berufen ist doch schon ein bisschen mehr als fast alle anderen, nicht?
- H.M.
- Ja. Weil ich habe ...
- M.F.
- Also so ein bisschen auserwählt ist Horst Mahler auch.
- H.M.
- Wissen Sie ...
- M.F.
- Wären Sie eigentlich gerne Jude gewesen?
- H.M.
- Können Sie mal ...
- M.F.
- Sind Sie traurig, dass Sie nicht Jude sind?
- H.M.
- Ja, sagen Sie doch mal bitte, wie wollen Sie es haben? Soll ich Ihnen über den Mund fahren, so wie Sie es hier machen?
- M.F.
- Sie können es machen, wie Sie wollen.
- H.M.
- Nein, nein, nein, nein, nein. Also diese Friedman-Masche verfängt bei mir nicht.
- M.F.
- Ja, aber Sie müssen eingestehen, ich bin ja auch nicht an der Uni, ich muss ja nicht eine Stunde einen Vortrag von Ihnen haben.
- H.M.
- Nein, aber wenn wir hier ein Gespräch führen wollen, dann muss ich Ihnen sagen: Halten Sie ab und zu mal die Klappe, damit ich auch zu Wort komme.






