Sienna Miller will es allen recht machen

Sienna Miller will es allen recht machen

Oder erinnert sich jemand an irgendeinen Film mit ihr? Jetzt kommt "Factory Girl" in die Kinos, da spielt sie die Warhol-Muse Edie Sedgwick: Die charismatische, silber gefärbte und psychisch instabile Schönheit war das allererste It-Girl, hatte die Partyszene von New York fest im Griff und Beziehungen mit Männern wie Bob Dylan, Mick Jagger und Jim Morrison, ehe sie 1971 mit 28 an einer Überdosis starb. Sienna Miller verwandelt sich in dem Film so sehr in Edie Sedgwick, dass einem ganz mulmig wird. Dabei gibt es kaum Parallelen zwischen beiden, außer ihrer großbürgerlichen Herkunft (Siennas Mutter leitete die Lee-Strasberg-Schauspielschule in London; ihr Vater war Banker und später Kunsthändler) und einem Hang zum exzessiven Ausgehen – und zu Trophäenmännern.

Nach Jude Law scheint Letzterer noch größer geworden zu sein: Vielleicht die Reaktion eines gebrochenen Herzens, so wie es Männer nach einer großen verlorenen Liebe machen. Aufreißen, austoben, austauschen. Natürlich zieht es sie nur zu ersten Liga: reich, berühmt oder erfolgreich, am besten alles zugleich. Von Ifans trennte sie sich per Handy – aber der nächste Kerl hatte natürlich schon angebissen: der amerikanische Öl-Erbe und Schauspieler Balthazar Getty (33). Kaum war Ifans ausgezogen, erschienen überall Fotos von Sienna und Getty im Dauerurlaub – sie oben ohne, er vergnügt an Busen und Po fummelnd. Erst auf diesem Weg soll Gettys Frau Rosetta Millington von der Sache erfahren und nun die Scheidung eingereicht haben. Die Hälfte seines Vermögens könnte sie sich erstreiten, schätzt ein Familienanwalt, um die 80 Millionen Euro. Wie soll man das finden? In Europa scheint man abzuwarten, wo das alles hinführt, aber die amerikanische Öffentlichkeit ist außer sich. Die arme Ehefrau!

Vier Kinder, das jüngste erst zehn Monate! Sienna Miller scheint sich darüber keine Gedanken zu machen. Vielleicht ist das sogar eine willkommene Persönlichkeitsentwicklung. In einem Interview mit dem englischen Magazin "Pop" erklärte sie: "Ich bewundere diese Fähigkeit, sich so in Egomanie zu verlieren, dass es einem wirklich scheißegal ist, was irgendjemand anderes von einem denkt."

Sie glaubt nicht an Geheimnisse, ist niemals mysteriös und fast unverständlich offen in Interviews. Mit hinreißender Naivität empfängt sie Journalisten in ihrem Haus, in dem ihre schlafenden Hunde herumliegen und Hunderte unausgepackter Einkaufstüten aus teuren Geschäften. Sie entschuldigt sich viel und macht sich dauernd Sorgen, dass man sie falsch verstehen oder vielleicht nicht besonders mögen könnte. "Meine Mutter hat Katzen, aber die mögen mich nicht besonders", sagte sie kürzlich. Darum hält sie sich lieber Hunde – und ständig neue Liebhaber: "Wissen Sie, mein Job ist doch, es jedem recht zu machen. Und dafür will ich massenweise Liebe zurückbekommen."


Sienna Millers Modestil: Klicken Sie sich durch die VANITYFAIR.DE-Fotogalerie.

Schauspielerin Sienna Miller: ihr Leben in Bildern

Katharina von der Leyen / VANITY FAIR - 04. August 2008

Merken Drucken Weitersagen

Zum Rücken

Erogene Zone, Abendkleider mit Rückendekollete oder Dolchmörder: die wichtigsten Zahlen zum Rücken

Drei Tage wach

Lützenkirchen hat die Party-Hymne des Moments geschrieben

Die rosarote Brille

Kinder lieben bunte Sonnenbrillen. Und Erwachsene ebenso: Die besten Bilder bunter Brillen