- 8 Jahre, 42 Millionen Euro
- Madonnas Anwältin im Interview
- Teil 2 des Interviews
- Teil 3 des Interviews
"Das Ego der Stars ist oft schwach"Gloria Allred
- VANITY FAIR:
- Sie sagten, Mills sei eine „Inspiration für junge Mütter“.
- Gloria Allred:
- Ich kenne Heather als großzügige Frau, die ihrer Tochter verpflichtet ist. Eine normale Ehefrau.
- VANITY FAIR:
- Nicht ganz so normal ist, dass 70 Prozent aller Scheidungsanwälte weiblich sind.
- Gloria Allred:
- Ich weiß nicht, ob es wirklich so viele Frauen sind.
- VANITY FAIR:
- Zumindest sind zwei von ihnen derzeit die prominentesten: einmal Fiona Shackleton, Spitzname „Stahlmagnolie“, die Paul McCartney gegen Heather Mills und jetzt Madonna gegen Guy Ritchie vertrat. Und Sie, Symbolfigur für entrechtete, berühmte Frauen.
- Gloria Allred:
- Symbolfigur? Meinen Sie, weil ich in einer Folge der Simpsons als „schrille, feministische Anwältin“ vorkomme ?
- VANITY FAIR:
- Zum Beispiel. In der amerikanischen Presse heißen Sie auch „Pitbull“, vor allem aber, wenn es um weibliche Klienten geht, die sich scheiden lassen wollen.
- Gloria Allred:
- Hören Sie, ich bin einfach nur Anwältin. Wir bearbeiten bei Allred, Maroko & Goldberg mehr als jede andere Kanzlei in den USA sehr frauenbezogene Fälle. Ich selbst bin eben Feministin.
- VANITY FAIR:
- Warum?
- Gloria Allred:
- Warum? Sie fragen das ernsthaft?
- VANITY FAIR:
- Ja.
- Gloria Allred:
- Wenn Sie keine Feministin sind, akzeptieren sie automatisch rechtliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Sie müssen sich dafür oder dagegen entscheiden, es gibt nichts dazwischen. Es ist wie schwanger sein oder nicht. Viele Frauen, die sich scheiden lassen, bekommen nur so viel Gerechtigkeit, wie sie sich leisten können. Und das ist dann oft weniger als bei Männern.
- VANITY FAIR:
- Sie selbst haben sich zweimal scheiden lassen. Was waren ihre schlimmsten Fehler?
- Gloria Allred:
- Wie kommen Sie darauf, dass ich Fehler gemacht habe?







