1. 8 Jahre, 42 Millionen Euro
  2. Madonnas Anwältin im Interview
  3. Teil 2 des Interviews
  4. Teil 3 des Interviews
Gehen jetzt getrennte Wege: Guy Ritchíe und Madonna

Gehen jetzt getrennte Wege: Guy Ritchíe und Madonna

"Das Ego der Stars ist oft schwach"
Gloria Allred
Gloria Allred (67) von der Kanzlei Allred, Maroko und Goldberg in L.A. Sie vertrat Mel B gegen Eddie Murphy und beriet Heather Mills bei der Scheidung von Sir Paul McCartney

Gloria Allred (67) von der Kanzlei Allred, Maroko und Goldberg in L.A. Sie vertrat Mel B gegen Eddie Murphy und beriet Heather Mills bei der Scheidung von Sir Paul McCartney

VANITY FAIR:
Frau Allred, im Fall Madonna gegen Ritchie schreiben die Zeitungen jetzt von einer „quickie divorce“, weil sich beide Seiten schnell einigten.Trauen Sie dem Frieden?
Gloria Allred:
Nun, im Fall von Madonna und Ritchie scheint mir das echt. Es kann aber immer noch eine sogenannte buyer’s remorse eintreten: Einer der beiden oder beide könnten ihre Zustimmung bedauern und dann eventuell nachbessern wollen.
VANITY FAIR:
Laut „The Sun“ hat Madonna „Blut gespuckt“, als sie hörte, Ritchie habe angeblich kein Geld verlangt. Dabei munkelt man jetzt, er sei mit 42 Millionen Euro abgefunden worden.
Gloria Allred:
Da haben Sie ein gutes Beispiel, wie Zeitungen Scheidungsverhandlungen ständig interpretieren und somit ein ganz bestimmtes Bild von allen Beteiligten zeichnen, das nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.
VANITY FAIR:
Kennen Sie denn die Wahrheit?
Gloria Allred:
Nein, denn über Madonnas persönlichen Besitz gibt es immer noch sehr wenige Informationen, und man weiß nicht genau, wie viel sie und Mr Ritchie nach der Hochzeit an Vermögen zusammengebracht haben. Die größte Überraschung für mich ist aber, dass beide offenbar keinen Ehevertrag hatten.
VANITY FAIR:
Vor gegenseitigen Beschimpfungen hätte auch der nicht geschützt. Nach der Trennung beschwerte sich Madonna über seine „eiskalte Art“, Ritchie sich über ihre „Liebessucht“. Welche Auswirkungen hatten solche Äußerungen auf den Prozess?
Gloria Allred:
Guys Beschwerde über die „Liebessucht“ seiner Frau kann man so auslegen, als habe Madonna ihren Ehepartner Guy nicht richtig unterstützt. Mit Madonnas Vorwurf der „eiskalten Art“ hat sie wahrscheinlich keinen Cent rausgeholt. Auf öffentliche Beschimpfungen zu verzichten ist für viele übrigens das Schwierigste.
VANITY FAIR:
Aber jeder macht es, oder?
Gloria Allred:
Nein. Einige suchen sich einen Mediator, und erst nach der Scheidung erfährt man davon. Denn mit Beschimpfungen in der Öffentlichkeit muss man vorsichtig umgehen. Die gegnerische Partei kann daraus sofort einen Nebenprozess wegen Verunglimpfung stricken. Der wiederum kann sich sehr übel auf die eigentliche Scheidungsschlacht auswirken. Zum Beispiel…

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